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04.07.2018 22:22 Alter: 15 days

Schulleiter der Nelson-Mandela-Schule geht in den Ruhestand


 

"Ich komme immer noch jeden Morgen gerne zur Schule", verrät Bodo Giese mit einem Augenzwinkern und man glaubt es ihm sofort. Dass er bald schulfrei bekommt, sieht man dem junggebliebenen Sechziger nicht an. Doch am Mittwoch, den 4. Juli 2018 geht der Schulleiter der Nelson-Mandela-Schule in den Ruhestand.

27 Jahre hat sich der Pädagoge im Dienst für die Schule engagiert, davon 11 als Schulleiter und 7 als Stellvertreter, viele als Klassen- und Vetrauenslehrer und allesamt an der NMS. Und die waren ereignisreich.

Spannender Start

Noch in der Anfangsphase seiner Schulleiterzeit wurde die damalige Gesamtschule zur Stadtteilschule - mit stark erweiterten Aufgaben, aber wenig erweiterten Mitteln. Giese und sein Team wachten darüber, dass die Bedürfnisse ihrer Schüler bei der Behörde im Fokus blieben.

Angesichts der Veränderungen setzte sich Giese dafür ein, dass die Schule einen neuen Namen bekommt, mit dem sich alle identifizieren können. So wurde 2010 aus der ehemaligen Stadtteilschule Kichdorf die Nelson-Mandela-Schule. "Ein Name, der für das steht, was uns wichtig ist: Antirassismus und Antidiskriminierung, Beharrlichkeit und Ausdauer, Versöhnung sowie Toleranz und Lernen", erklärt Giese.

Verbunden

Bodo Giese war mit Hingabe Schulleiter. "Es ist für mich die spannendste Position im Hamburger Schulwesen", bekennt er, denn nach seinem Gefühl bietet diese Aufgabe eine optimale Kombination aus frei entscheiden können und Eintscheidungen weitergeben müssen.

An einer anderen Schule als der NMS Schulleiter zu werden, kam dem Lehrer nicht in den Sinn. Es ist sein Kollegium, das Giese seit 27 Jahren so schätzt: dessen Offenheit gegenüber den Schülern, dass es zu keiner Zeit stillsteht und dass er als Schulleiter das Gefühl haben könne, Teil eines Teams zu sein.

Teamplayer

"Den Begriff Team darf man ganz wörtlich nehmen", sagt Deutschlehrerin Martina Warncke. Mit Bodo Giese gehe ein Mensch in den Ruhestand, dem es auf selbstverständliche Weise gelang, mit seinen Kollegen auf Augenhöhe zu arbeiten.

Ab den Sommerferien wird der passionierte Segler mit verkleinerter Mannschaft auf große Fahrt gehen.

FRÖ