Starke Teams – und wie!
Lesen Sie hier den Bericht von unserer Kulturwoche 2014
Die Herbstferien sind vorbei. Das Schulalltag holt alle wieder ein. Und trotzdem ist es anders: unsere Schule hat sich verändert!
Aber fangen wir von vorne an:
Eingeladen waren Familien, Freunde, Ehemalige, Interessierte, am DO, 9.10.14 die Ergebnisse der diesjährigen Kulturwoche zu bestaunen. Und schon der Raumplan mit den 5 großen Flur-Bereichen zeigt die Vielfalt, mit der die Kursleiter, meist Kolleginnen und Kollegen, aber auch Außenstehende, das Motto „STARKE TEAMS!“ gestaltet haben.
Mit einer Großaktion wurde das Fest der KuWo, wie sie mittlerweile liebevoll genannt wird, eingeleitet:
Kris Storey, ein aus Amerika stammender Tänzer und Choreograf, jetzt auch Referendar in Hamburg, nahm die Einladung zur Mitarbeit sofort an. Mit seinem Team aus Tänzern und Musikern sowie der Tutorinnen und Tutoren der Jahrgangsstufen 5 und 10 gestalteten knapp 100 SchülerInnen unter seiner Leitung einen mehrgliedrigen Flashmob, ca. 7 Minuten lang.
Dieser wurde auf dem Innenhof der Schule vor den neugierigen Blicken der Gäste präsentiert.
Da wurden Hälse gereckt, beste Sichtplätze gesucht und Kameras gezückt:
Phantastisch, was da gemeinsam entwickelt wurde!
Eindrucksvoll, wie sich so eine große Gruppe von Musik lenken lässt.
Beachtlich, dass Schüler aus so verschiedenen Jahrgangsstufen gemeinsam, harmonisch, im Einklang agieren!
Das geht nur im Team, das geht nur, wenn jeder und jede sich einfügt und Rücksicht nimmt auf andere!
Und so zufällig, wie dieser Flashmob (übrigens finanziert unter Mithilfe von Genety) scheinbar begann, löste er sich auch wieder auf... und die Menschen machten sich auf den Weg durch die verschiedenen Gebäudebereiche:
Die ersten Kuchen und Spezialitäten wurden in die Pausenhalle zu unseren Müttern des Müttercafés von Frau Fuduric gebracht. Sie helfen regelmäßig beim Verkauf des Internationalen Elternbuffets mit, denn es gilt auch hier: „Keine Feier ohne Speisen und Getränke“!
Die Getränke organisierte unser „Orga.team“ um Frau Zadeh und Frau Freund-Krüger, eine Gruppe Interessierter, ohne die eine KuWo nicht denkbar wäre: sie stellten Möbel um, säuberten Tische zur Feier, sperrten den Kunstflur ab, in dem ein anderes starkes Team die hohen Wände bemalte, halfen..., halfen..., halfen....!
Ja, nicht nur der bemalte Flur der Kunsträume änderte durch das Team von Herrn Wiens und Herrn Bick sein „Gesicht“: auch die vorher so langweilige Pausenhalle sieht nun, nach den Ferien, ganz anders aus:
Die freischaffende Künstlerin Ulrike Willenbrink aus Hamburg zeigte 38 SchülerInnen, dass auch sie in der Lage sind, ganz eigene, individuelle Portraits zu schaffen und machte so aus ihnen gleichfalls Künstler. „Welches Portrait gefällt dir denn am besten?“ frage ich heute. „Das ganz schwarze mit dem roten Umriss!“ „Das mit dem weißen Schleier!“ „Das mit der Katze auf dem Kopf!“ ….
Dank der Saga/GWG, unseres Gebäudeeigners, wurden in den Ferien die Wände nach den Entwürfen von Uli, wie sie von der Gruppe genannt wird, von Malern bemalt. Und mit unserem Hausmeister Herrn Zamponi hat Uli in den Ferien eine Sonderschicht eingelegt und zu unserer Überraschung alle Bilder aufgehängt: Eine Vernissage muss unbedingt erfolgen! Wir werden Sie und Euch noch dazu einladen!
Genug? Nein, noch längst nicht!
Es gab noch viele Teams, die ihre Stärke zeigten:
Herr Ayaric schenkte uns Bilder, Eindrücke, Informationen und Klänge aus Ghana.
Und Frau Natiwi aus Afrika zauberte nicht nur mit ihren Geschichten allen Zuhörern ein Lächeln aufs Gesicht! Vor ihrer begehbaren Lehmhütte, die diese Gruppe unter ihrer Anleitung und mit Frau Kuhlmann neben dem Madiba-Haus baute, wurde afrikanisches Essen angeboten. Und je dunkler der Abend, desto mehr schien es, als sollte die KuWo noch viel länger dauern:
Afrika ist ein Teil dieser Welt. Afrika ist ein Teil in uns! Und in der Kulturwoche lebten wir den Traum von Nelson Mandelas Afrika, in dem die Menschen einander respektieren und wertschätzen!
Wir lebten das Bild von einer zusammenhaltenden Gemeinschaft
und auch jetzt
und wenn wir wollen auch morgen!
Das ruft doch einfach nach einem Schulsong: den hatte Herr Schümann für uns alle schon bei der gema erbeten. Und auf „Helele bomama“ von der Fußball-WM dürfen wir einen neuen Text legen und dieses Stück dann als unseren NM-Schulsong nutzen. Doch woher den Text nehmen?
Frau Schachner-Jäger hatte sich ein starkes Team zusammengesucht. In den Arbeitstagen der KuWo wurden dann Grundlagen für diesen Song diskutiert, für uns Wichtiges herausgearbeitet und dann am Text „gefeilscht“ und geschliffen. Und nun wird er durch die Musikklassen und Chöre gehen, bis alle, wirklich alle ihn können: „Schüler der Welt, lasst uns für Frieden stehen!...“
Ja, dafür stehen starke Teams der NMS:
Das Team um Frau Ergenis und Frau Warncke „..stellt sich gegen Unterdrückung!“
Und die Teams von Frau Klemens-Belgardt berichteten nicht nur in der KuWo-Zeitung über unsere Patenschule in Afghanistan, sondern verkauften auch Lose, um Spendengelder für diese zu sammeln.
Wenn wir als Gemeinschaft zusammenhalten, werden wir Teil einer guten, beständigen Gemeinschaft. Das zeigen uns sinn-bildlich auch die Mosaike von Frau König, die mit ihren Teams einmal für jedes Schulmitglied einen Stein zu unserem Symbol der Schule, dem bunten Ball, zusammenfügte und deren Mitglieder Mosaike in ganz Hamburg fanden, archivierten und vorstellten:
Aus vielen Verschiedenen wird ein großes Ganzes!
Fehlt ein Teil, entsteht eine unschöne Lücke; das Motiv leidet.
Welch Bild!
Starke Teams zeigten Köpfchen
Ebola, Handy-und Medien-Konsum, Organspende?, Türkisch-Sprachkurs für Anfänger und Fortgeschrittene, Hintergründe von Migration, Flucht und Verfolgung, schöne bekannte und unbekannte Reiseziele für Klassen- und Urlaubs-Reisen, Stadtbilder,... das waren einige der Themen, in denen Fachwissen erarbeitet und vorgestellt wurde.
Starke Teams nutzen ihr Umfeld
und machten Touren über ihre Insel Wilhelmsburg, suchten und fanden Plätze zum Spielen, Erholen, Entdecken oder erkundeten Hamburg, den Hafen und die Hafencity.
Und Frau Karatas brachte ihre Freundin mit, um mit ihrem großen und gemischten Team, 11 Jungs und 10 Mädchen verschiedener Klassen der Jahrgänge 8-10, tolle Hip Hop-Choreografien einzustudieren. Die wurden dann auf dem Kulturfest präsentiert und heizten dort die Stimmung so richtig an! Welch ästhetischer Höhepunkt!
Starke Teams forschten und schufen
In Zusammenarbeit mit der Hafencity Uni HH, Wasserverband Hamburg Osten, BUND, dem Bezirksamt Mitte, Maritimes Zentrum Elbinseln und Herrn Geissler vom Büro WasserLand prüfte eine Schülergruppe die Wasserqualität in Wilhelmsburg und kultivierte die Uferlandschaft des Neuen Brausielgrabens in Wilhelmsburg Süd mit Hand, Muskeln, Schaufeln und Schubkarren. Dadurch können Flora und Fauna (Pflanzen und Tiere) neu angesiedelt werden und es entsteht wieder eine vielseitigere Natur. Dadurch wird unsere Umwelt schöner! Die Anwohner werden es ihnen hoffentlich bald danken!
Und wussten Sie, wusstet ihr, dass Menschen ohne Papiere, ohne Ausweis oder Berechtigung, in Hamburg und mitten unter uns wohnen? Wie schwer es für die ist, durchzukommen? Welche Beweggründe sie dann trotzdem hierher führen?
Es gibt sie nun, dank PBI und Frau Bakshi und Herrn J.: alternative Stadtführungen! Die ursprünglich geplante Route wurde durch die Ergebnisse der KuWo abgeändert.
Und überhaupt: „Wie fühlst du dich, wenn man dich nach deiner Herkunft fragt?“ Auf diese Frage sucht Hannah Klemp, engagierte Studentin der Hamburger Uni, eine Antwort mit ihrem Team. Die einzelnen Gruppen bearbeiteten diese Frage recht unterschiedlich. Deren Ergebnisse wurden ebenso filmisch aufbereitet und dokumentiert.
Starke Teams arbeiteten mit ihren Händen
Woher kommt eigentlich die Henna- und Handbemalung? Diese Frage stellte Dilan aus der 10e ihrem Team, die am DO dann den Gästen der KuWo ihre Arbeit der Handbemalung anboten.
Und Kunst aus Papier fertigte Frau Rietz mit ihrem starken Team: eine Vielzahl an Collagen unterschiedlichster Art und Weise entstand.
Flaggen dokumentieren Zusammengehörigkeit: Frau Teschs Team aus Jungs und Mädchen zeigte, das es alle können! Einfach toll, diese Ergebnisse an der Nähmaschine, deren gebrauch in dieser zeit auch erst erarbeitet werden musste.
Starke Teams sind kreativ ...
... und können sogar in dieser kurzen Zeit eigene Kurzfilme mit Herrn Nebelung drehen.
Andere Teams kochten füreinander und aßen gemeinsam Speisen verschiedenster Nationen.
Jüngere recyceln Müll und bauen daraus Instrumente.
Wieder andere gestalten ihren Klassenraum und bauen den „besten Mülleimer der Welt“: gemeinsam!
Ein anderes Team schulte nicht nur die eigene Körperhaltung, die eigene Einstellung und den eigenen Mut, indem sie gemeinschaftlich beim Darstellenden Spiel ein „Radio-Ballett“ probten und in Hamburg durchführten:
Da mussten sich viele aus diesem großen Team doch sehr überwinden, denn es braucht unbedingten Mut und Selbstüberwindung, Bewegungen auf einem freien Platz aufzuführen!
Doch die meisten schafften es, auch in der Öffentlichkeit miteinander und füreinander einzustehen und präsentierten sich und das Ergebnis dieser harten Theaterarbeit.
Ein Beitrag über Tide-TV/Radio wird es uns zeigen. Denn:
Starke Teams nutzen Technik und Medien
und gestalteten Reportagen für Tide-Radio und Tide-TV rund um die KuWo 2014. Hier leisteten Experten wie Dennis Rumpel und Mirko Wenzel ganze Arbeit und bildeten kleine Experten für beide Bereiche aus.
Und das Fotografen-Team um Genety bildete Jugendliche weiter und verteilte durch viel Mehrarbeit Kompetenznachweise, die bei deren möglicher Bewerbung künftig genutzt werden können.
Starke Teams machten Musik
Frau Maacks Gruppe nutzte die eigene Stimme und probte „Skyfall“, das Bond-Lied, das jeder kennt, und nahm einen mehrstimmigen Jingle auf CD auf, den wir auf die Homepage als Erkennungsmelodie einbauen wollen. Gut, dass Herr Schümann technisch versiert die Aufnahme begleiten konnte und einen Klangteppich sondergleichen zauberte.
Körrie Kantners Team nutzte die Finger fürs Instrumentalspiel: Hier entstanden einige Blues-Stücke, die unsere Gäste ganz liebevoll und engagiert in den Abend begleiteten.
Schön war sie, unsere Kulturwoche!
Dankbar sehen wir noch einmal zurück, halten inne, spüren nach und schauen uns um:
Der neu gestaltete Kunstflur,
die vielen bunten Portraits in der Pausenhalle,
unsere Mosaike,
die Lehmhütte auf dem Schulhof...
unsere KuWo-Zeitung in unseren Händen oder im Regal,
einzelne Plakate
oder Fotos an den Wänden,
die Flaggen...
unsere Erinnerungen....
Schön, dass Neues bleiben kann und uns erinnert, was wir in dieser Zeit geschaffen haben!
… oft jahrgangsübergreifend und über Klassengemeinschaften hinaus
… unabhängig vom Lehrplan
… mit unserem „STARKEN TEAM!“
Unsere Schule hat sich verändert!
HT


























