Bildungsreise der Klasse 7c nach Berlin oder „Wie steht es mit Nachhaltigkeit?“

Hamburg - Berlin, 09. bis 11.09.2019: Immer wieder begegnet die Klasse 7c der Nelson-Mandela-Schule mit ihren Tutoren Marty Japs und Elisabeth Hintze dem selbst gewählten Motto „Achtsamkeit“: Auf sich selber achten, den anderen sehen, das Umfeld bemerken und die Umwelt wert-schätzen sind Themen der Arbeit.

Jetzt ging es dafür früh morgens von Hamburg nach Berlin. Im Gepäck: die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN   ... und das Maskottchen NUK! (wir berichteten). Dazu kommen die ehemalige FSJlerin Giorgia und unser Kooperationsteam vom Wälderhaus Bettina Bartlick-Kustak und Michael Rademann.

Gleich nach der Ankunft in Berlin ging es durch die Verspätung der Bahn zum Bundestag. Eine interessante Führung durch das Regierungsgebäude führte vom riesigen Eingangsbereich durch die hohen Flure, zur Tür der Bundeskanzlerin bis hin in den Plenarsaal, in dem über 700 Politiker tagen, sich austauschen, debattieren.

Im Gespräch mit unseren Volksvertretern

Eingeladen hatte uns der Hamburger CDU-Politiker Rüdiger Kruse zu einem Gespräch im Bundestag: Herr Kruse hat sich seit seiner Jugend für den Erhalt der Natur eingesetzt und ist nun Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) im Wälderhaus, unserem Kooperationspartner.

Hier in Berlin gestaltet er die Politik des gesamten Landes mit. Herr Kruse berichtet von den Aufgaben eines Politikers, von seinem Alltag und seinen persönlichen Schwerpunkten.

Die 7c war gut vorbereitet und stellte nach respektvollem Zögern eigene Fragen und äußerte Ansichten. In den Gesprächen geht es um Armut, zu hohe Mieten und wie der Staat seinen Bürgern hier helfen will, um Plastik und Umweltverschmutzung, den Klimawandel, um Kindergeld, Steuern und Pflegenotstand, über Tierschutz und Parteienvielfalt. Alle Fragen haben damit übrigens einen Bezug zu den 17 Nachhaltigkeitszielen, den SDGs (informiere dich darüber).

Für alle eindrucksvoll war auch der Besuch der Glaskuppel auf dem Dach des Bundestages. Leider war der Blick über die Stadt regenverhangen, was dem Spaß aber kaum einen Abbruch tat. Ein wahrer Luxus war die Einladung von Herrn Kruse zum köstlichen Mittagessen im Paul-Löbe-Haus. Durch das Regierungsviertel an der Spree ging es ins Hostel.

Abends wurde Rückschau gehalten: Alle staunten darüber, wie viele Nachhaltigkeitsziele alleine für die Bahn- anstelle einer Autofahrt gelten (Maßnahme zum Klimaschutz, Gesundheit und Wohlergehen, Leben am Land, …). Anschließend amüsierte sich ein Teil der Gruppe im Hallenbad, während die anderen die East Side Gallery aufsuchten und dort unter anderem ein Bild Nelson Mandelas fand.

Zwei Teams im Kultur- und Hauptstadtleben

Am zweiten Tag teilte sich die Großgruppe: Ein Team nahm Skate-Board-Unterricht, das andere besuchte die Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin. Die Ibn Rushd-Goethe Moschee gilt als liberal, denn hier finden Anhänger aller islamischen Konfessionen Einlass und können gleichberechtigt, Männer und Frauen gemeinsam, beten und ihren Glauben teilen. Beide Teams näherten sich hier besonders den Nachhaltigkeitszielen 3/Gesundheit und Wohlergehen sowie 5/Gleichheit der Geschlechter.

Und auch der Nachmittag war SDG-geprägt und informativ: Der Besuch im Museum für Naturkunde befasste sich mit der Artenvielfalt. Ein Workshop in der „Deutschen Filmarchitektur“ informierte über Skizzen zur Architekturgestaltung bekannter Filmklassiker; der Vergleich und die Bewertung der selbst gefertigten Zeichnungen des modernen Gebäudes waren durchweg positiv, denn alle fingen gleich hoch motiviert mit der Arbeit an den Skizzen an und fanden individuelle Lösungen.

Nach getaner Arbeit traf sich die Klasse am Alex unter dem Fernsehturm, teilte das Abendbrot und genoss die Atmosphäre der Weltstadt am Brandenburger Tor.

Einer Empfehlung folgend, besuchten wir am letzten Tag vor der Abreise das DDR-Museum. Hier ging es um die Geschichte des geteilten Deutschlands. Mit einem Spaziergang an der Spree verabschiedeten wir uns und fuhren umweltbewusst mit der Bahn zurück.

Wir melden uns wieder!

Wir freuen uns schon auf die kommende Zeit, denn die von den Gruppen vor Ort gedrehten Filme und die vielen Fotos wollen ausgewertet werden. Dazu werden wir dann auch unsere Eltern, Freunde und Kooperationspartner einladen.

E. Hintze als Tutorin