Theaterkurs 11 spielt „Viel Lärm um nichts“

Der Theaterkurs des Jahrgangs 11 führt seine Version des Shakespeare-Klassikers auf

„Much Ado about nothing“ – unter diesem Titel erschien Shakespeares Komödie im Jahr 1600. Es geht um die Liebe: Claudio liebt Hero und Hero liebt Claudio. Don Juan hasst Claudio und versucht, durch Intrigen die Liebe zwischen Claudio und Hero zu zerstören. Und dann gibt es noch Benedict und Beatrice, die sich lieben, aber zu stolz sind, das zuzugeben.

Die Handlung bietet beste Voraussetzungen für eine Übertragung in die heutige Zeit. Und genau das hat der Theaterkurs in Jahrgang 11 unter Leitung ihrer Lehrerin Astrid Sanders umgesetzt: Statt auf einem Landsitz in Messina spielt das Stück nun am Selena-Gomez-Gymnasium in Hamburg.

Claudio kommt nach seinem Austauschjahr in den USA an seine Schule zurück und lässt - arrogant und mit vielen Anglizismen gespickt -  durchblicken, dass es ihm in der Heimat zu spießig geworden ist. Hero ist zwar anfänglich begeistert, merkt im Laufe des Stücks aber, dass Claudio eigentlich nur sich selbst liebt: Er glaubt Juans Intrigen und stellt Hero vor der versammelten Schulgemeinschaft bloß. Statt eines Happy Ends, wie in Shakespeares Original, sagt Hero Claudio am Ende die Meinung und lässt ihn mit seinem Versöhnungsgeschenk – einer riesigen Papierblume – alleine auf der Bühne zurück.

Benedict und Beatrice konkurrieren um das Amt des Schulsprechers bzw. der Schulsprecherin und liefern sich erbitterte Wortgefechte. Die Mitschüler:innen – allen voran Klatschi und Tratschi, die beiden Lästermäuler der Schule  - sind der Meinung, dass die beiden Ehrgeizlinge gut zusammen passen und helfen per Social-Media-Aktivitäten nach. Hier deutet sich zumindest verhalten ein Happy End an: Auf dem Abiball verabschiedet sich Beatrice von Benedict mit den Worten: „Vielleicht sieht man sich ja in Harvard.“     

Mit Energie, Humor und einer Menge Musik setzten die Schüler:innen ihre Version der Komödie um und wurden dafür – nicht nur am Ende des Stücks, sondern auch schon mittendrin – vom Applaus der Zuschauer:innen belohnt.

SD

Fotos: Thomas Polajner