Profil: "Deutschtürken bilden Brücken"

Die Fächer Türkisch und PGW werden in diesem Profil vierstündig auf erhöhtem Niveau unterrichtet. Als Beifach wird Religion auf grundlegendem Niveau vierstündig unterrichtet. Dadurch erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, am Anfang von S3 entscheiden zu können, ob sie Türkisch im Abitur als Kernfach oder als Profilfach wählen. Im ersten Fall wird Religion dann zum zweiten Profilfach!

An wen richtet sich das Profil?

Das Türkisch-Profil „Deutschtürken bilden Brücken“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die ausreichende Sprachkenntnisse des Türkischen in Wort- und Schrift (Türkisch als Erstsprache und/oder Zweitsprache) sowie Interesse an der Sprache, Literatur, Geschichte, Politik und Kultur der Türkei sowie der türkischen Gesellschaft in der Türkei und in der Migration mitbringen.

Was sind die Inhalte dieses Profils?

In Türkisch werden u.a. Erzählungen, Sachtexte, Romane, Hörtexte und Filme analysiert, um so auch auf die Abiturprüfung vorzubereiten. In der neu überarbeiteten Form besteht die schriftliche Abiturprüfung aus einer Hörverstehensaufgabe, einer Sprachmittlungsaufgabe (vom Deutschen ins Türkische) und einer Schreibaufgabe. 

Im PGW-Unterricht ...

... (Politik, Gesellschaft und Wirtschaft) werden Schüler an gesellschaftswissenschaftliche, wirtschaftliche und politische Themen herangeführt. Die Schüler sollen die im Bildungsplan vorgegebenen Kompetenzen wie „Sozialwissenschaftliche Analysefähigkeit, Konfliktfähigkeit, Perspektiven- und Rollenübernahme, politisch-moralische Urteilsfähigkeit und gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Handlungsfähigkeit“ (Bildungsplan Gymnasiale Oberstufe Politik/Gesellschaft/Wirtschaft 2009: 11/12) erwerben und vertiefen. Methodenkompetenz und die Glossararbeit sind wesentliche Bestandteile des Unterrichtsfaches.

Im Religionsunterricht ...

... geht es um Grundfragen des Menschseins (z.B. die Frage nach Gerechtigkeit, Frieden, Sinn und Ziel unserer Existenz und nach Kriterien und Normen für verantwortliches Handeln). Er nimmt die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler auf und soll die Begegnung und Auseinandersetzung mit verschiedenen religiösen, weltanschaulichen und politischen Überzeugungen, die unser heutiges Leben beeinflussen, ermöglichen.

Der Religionsunterricht wendet sich an alle Schülerinnen und Schüler, ungeachtet ihrer jeweiligen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen. Er bietet auch jenen, die keinen ausgeprägt religiösen Hintergrund haben bzw. sich in Distanz oder Widerspruch zu jeglicher Form von Religion verstehen, Erfahrungsräume und Lernchancen.

Erweiterte Lernangebote:

In allen drei Fächern spielt die Demokratieförderung eine entscheidende Rolle.  Neben dem wöchentlichen Unterricht gibt es deshalb in S1 eine Projektwoche, in der der Umgang mit verschiedenen inhaltlichen Positionen und damit einhergehenden Konflikten praktisch thematisiert wird. Es wird geübt, wie mittels demokratischer Instrumentarien in solchen Situationen gehandelt werden soll. Konkret kann dies z.B. durch Planspiele und ähnliche Simulationen erfolgen.

Zu diesem Themenbereich gehören auch außerschulische Exkursionen wie zum Beispiel der Besuch des deutschen Bundestages. Auch weitere Besuche von unterrichtsrelevanten Veranstaltungen werden nach Möglichkeit wahrgenommen. Auch Fächerübergreifendes Arbeiten gehört zu den wesentlichen Merkmalen des Profils (s. Übersicht).

Türkisch wie auch die Fächer PGW und Religion werden im Abitur zentral geprüft. Die Unterrichtsinhalte von zwei Semesterthemen werden durch die Behörde vorgegeben.

Unsere Informationsbroschüre zum Profil.

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